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Entwicklung von Informationskonzepten

Zielsetzung MMI-Gestaltung: Ermittlung geeigneter Informationsstrategien zur Fahrerunterstützung und Vermeidung von Information-Overload *

Schematische Darstellung der Zeitfenster zur Fahrerunterstützung in den letzten Sekunden vor einer Kollision (Neukum, 2011).

Etablierte – auf fahrzeuglokaler Sensorik basierende – Konzepte zur Fahrerunterstützung in Konfliktsituationen sehen vor, unter Beachtung der Fahrerreaktionszeit Kollisionen mittels Darbietung einer Fahrerwarnung zu vermeiden und ggf. autonom in die Fahrzeugführung einzugreifen. Durch kooperative Perzeption wird das Zeitfenster davor (> 1500 ms) für die Darbietung von frühzeitigen Fahrerinformationen (engl. “advisory warnings”) zugänglich. Diese sollen die Aufmerksamkeit des Fahrers auf einen potenziellen Konflikt richten und Reaktionsbereitschaft herstellen. Fahrerwarnungen hingegen zielen auf eine unmittelbare Fahrerreaktion zur Kollisionsvermeidung ab. Bei der Konzeption der Fahrerunterstützung in Ko-PER wird zunächst davon ausgegangen, dass etablierte zeitliche Warnstrukturen, die vielfach beschrieben bzw. untersucht wurden, beibehalten werden sollen, um eine konsistente Nachrichtenübermittlung an den Fahrer zu gewährleisten. Die zeitliche Struktur auf fahrzeuglokaler Sensorik basierender Warnkonzepte wird so mittels kooperativer Sensorik um eine frühzeitige Informationskomponente ergänzt, ohne die bisherige Zeitstruktur etablierter Warnkonzepte (d.h. dringlicher Fahrerwarnungen) zu verändern. Die Gestaltung solcher frühzeitigen Fahrerinformationen stellt den Schwerpunkt der MMI-Entwicklung in Ko-PER dar.

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Für eine ausführliche Darstellung siehe Naujoks, F., Grattenthaler, H. & Neukum, A. (2012). Zeitliche Gestaltung effektiver Fahrerinformationen zur Kollisionsvermeidung auf der Basis kooperativer Perzeption. Vortrag auf dem 8. Workshop Fahrerassistenzsysteme, Walting, 26.-28.9.2012